Trainer Keller wünscht Ex-Club Union den Aufstieg

Trainer Keller wünscht Ex-Club Union den Aufstieg
Bildhinweis: Jens Keller trainiert jetzt den FC Ingolstadt. Foto: Armin Weigel

Berlin (dpa) – Für Jens Keller wird es eine besondere Begegnung im Stadion an der Alten Försterei. Gerade einmal 15 Monate sind seit dem unerwarteten Abschied beim damaligen Tabellenvierten 1. FC Union Berlin vergangen.

Dass über die Gründe der Entlassung auch heute noch spekuliert wird, schert den Trainer nicht mehr. «Ich freue mich auf das Spiel, die Alte Försterei und die Leute», sagte Keller vor dem Gastspiels seines neuen Vereins FC Ingolstadt am Freitag (18.30 Uhr) in Berlin. «Ich habe noch den einen oder andern guten Kontakt. Mein Verhältnis zu den Fans war gut.»

Revanche-Gelüste sollen für den 48-Jährigen keine Rolle spielen. Im Fußball gebe es Dinge, die man nicht immer verstehen, sie aber akzeptieren müsse, bemerkte Keller, ohne Einzelheiten nennen zu wollen.

Keller hat zwischen Sommer 2016 und Dezember 2017 durchaus positive Spuren in Köpenick hinterlassen. 2016/17 verfehlte er knapp die Aufstiegsränge. Rang vier und 60 Punkte sind bis heute Bestmarken in Unions Zweitliga-Historie. 2017/18 war der gebürtige Schwabe mit seinem Assistenten Henrik Pedersen erneut auf Aufstiegskurs. Trotz der 1:2-Niederlage beim VfL Bochum am 16. Spieltag fehlten den Eisernen nur drei Zähler zu Position drei. Und doch zog der Verein einen Tag später für die Öffentlichkeit völlig überraschend die Reißleine. Keller und Pedersen mussten gehen.

«Das ist abgehakt. Ich habe genug Zeit gehabt, das zu verarbeiten. Ich bin jetzt in Ingolstadt. Es ist alles gut», sagte Keller vor seiner Rückkehr: «Es geht nicht um Rache. Die Motivation ist, dass wir in unserer Situation um wichtige drei Punkte kämpfen.»

Union hatte stets sportliche Gründe für Kellers Abschied angeführt – angesichts der Ausgangsposition im Aufstiegskampf nicht für jeden nachvollziehbar. Nachdem die Mannschaft unter Keller-Nachfolger André Hofschneider zunächst im Abstiegskampf versunken war und mit Ach und Krach Achter geworden war, haben sich die Berliner unter dem im Sommer 2018 verpflichteten Urs Fischer wieder zum Aufstiegskandidaten entwickelt.

Vor allem zu Hause sind die Berliner eine Macht und seit 19 Heimspielen in Folge ungeschlagen. «Der Kader ist gut. Union spielt sehr konstant. Es gab bisher noch keinen Einbruch. Bis auf das Spiel gegen uns darf Union sehr erfolgreich weiterspielen», erklärte Keller: «Für den Verein, das Umfeld und die Fans würde ich mich freuen, wenn Union der Aufstieg gelingt.»

Das Lob an den aktuellen Gegner wird von einzelnen Profis, die schon unter Keller trainiert haben, zurückgegeben. Als sehr guten Typen, mit dem er gerne zusammengearbeitet habe, beschreibt Felix Kroos seinen früheren Übungsleiter, mit dem er auch noch nach dessen Entlassung in Kontakt geblieben war. Auch Akaki Gogia freut sich auf das Wiedersehen. Er möchte allerdings erst nach dem Spiel Kontakt zu Keller aufnehmen.

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