Weltmeister Buchwald nicht mehr im VfB-Aufsichtsrat

Weltmeister Buchwald nicht mehr im VfB-Aufsichtsrat
Bildhinweis: Verlässt den VfB-Aufsichtsrat: Guido Buchwald Foto: Patrick Seeger

Stuttgart (dpa) – Weltmeister Guido Buchwald kehrt Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart den Rücken.

«Nach reiflicher Überlegung und einer Nacht ohne Schlaf habe ich entschieden, von meinen Ämtern als Aufsichtsrat der VfB Stuttgart AG und Botschafter des VfB Stuttgart eV mit sofortiger Wirkung zurückzutreten», teilte Buchwald in einer persönlichen Erklärung mit. Als Grund nannte er ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen im Aufsichtsrat. «Der VfB lag und liegt mir immer am Herzen, und deshalb ist mir der Entschluss auch nicht leicht gefallen», schrieb der 58-Jährige.

Nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg habe es Vorwürfe gegeben, und es sei versucht worden «mir die Schuld an der Situation, in der die Mannschaft steckt, in die Schuhe zu schieben. Deshalb kann ich mein Amt auch nicht mehr konstruktiv ausüben bzw. so ausfüllen, wie ich mir das vorstelle». VfB-Ehrenspielführer Buchwald schrieb, er hätte gerne versucht «meinen Teil dazu beizutragen, um dem Verein in dieser kritischen Phase zu helfen. Aber die jetzt entstandene Situation lässt mir keine andere Möglichkeit.»

Der VfB-Aufsichtsrat nahm den Rücktritt von Buchwald «zur Kenntnis» und «muss diese Entscheidung akzeptieren». In einer knappen, fünfzeiligen Stellungnahme zudem: «Wir bedauern diese Entwicklung sehr, da wir fest davon ausgegangen sind, dass mit der Erklärung von Guido Buchwald vom 4. Dezember 2018 die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit gelegt wurde.»

Fußball-Weltmeister Buchwald hatte dem Club zuvor mit einer persönlichen Erklärung den Rücken gekehrt und war von seinen Aufgaben als Aufsichtsrat und Botschafter des VfB zurückgetreten. Als Grund nannte er ein gestörtes Vertrauensverhältnis zu seinen Kollegen im Aufsichtsrat. Im November hatte Buchwald mit Kritik an VfB-Sportvorstand Michael Reschke für Aufsehen gesorgt. Dafür hatte er sich Anfang Dezember öffentlich entschuldigt. Der VfB Stuttgart steht in der Fußball-Bundesliga auf Platz 16 und ist vom Abstieg bedroht. Buchwald hatte im November mit Kritik an Sportvorstand Michael Reschke für Aufsehen gesorgt.

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