Wehen Wiesbaden tritt mit starker Leistung in Braunschweig auf Eintrachts Euphorie-Bremse

Wehen Wiesbaden tritt mit starker Leistung in Braunschweig auf Eintrachts Euphorie-Bremse
Eintracht Braunschweig Wappen
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(von unserem Autor Juro)
Das Umfeld von Eintracht Braunschweig hatte die runderneuerte Mannschaft der Löwen in der 3. Liga schon auf dem Erfolgsweg an sichere Tabellenufer gesehen. Nun folgte beim Heimspiel gegen das starke Team von Wehen Wiesbaden aber ein unvermuteter Rückschlag. Die Hessen kamen in einem spannenden und viel umkämpften Spiel zu einem letztendlich verdienten 3:2 Auswärtssieg vor rund 17.5000 Zuschauern im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße – auch wenn das Schiedsrichtergespann im Lauf der Partie einige Kritik einstecken musste. Die Wehener waren im Spielaufbau dabei das bessere Team, während die Eintracht durch Einsatz und Willenskraft zu überzeugen wusste. Allerdings fehlte dem BTSV diesmal die Kontinuität in der Defensivleistung. Wehen konnte sich auch bei Torwart Kolke bedanken, der den Sieg in einigen brenzligen Situationen sicher festhielt.

Gegenüber dem Sieg in Zwickau hatte Braunschweigs Trainer Schubert die Offensive im Sturm neu besetzt. Rückkehrer Düker durfte diesmal von Beginn an in der Spitze für Goalgetter Hofmann auflaufen, der in den letzten Spielen einige gute Chancen unglücklich vergeben hatte. Putaro bekam auf Außen seinen Startplatz von Feigenspan zurück, für den er im letzten Spiel ja bereits eingewechselt wurde. Das gegen Rostock siegreiche Team aus der hessischen Hauptstadt wurde von Coach Rehm unverändert auf den Rasen geschickt, da es rundum überzeugt hatte.

Ohne großes Abtasten begann im Eintracht-Stadion ein flottes Spiel, ohne das es längere Zeit zu größeren Strafraumaktionen kam. Allerdings monierten die Löwen bereits in der . Spielminute ein Wehener Handspiel im Gäste-Sechszehner, doch der Schiedsrichter winkte ab. In der 4. Minute probierten es die Hessen mit einem Distanzschuss, doch Verteidiger Dittgen platzierte seinen Ball hoch über das von Fejzic gehütete Eintracht-Tor. Erst in der 16. Minute gab es die erste größere richtige Chance, doch Fejzic parierte souverän einen Schuss von Kyereh von der Strafraumkante. BTSV-Stürmer Düker hatte dabei defensiv etwas unglücklich agiert. Eine Minute später war bei einer Ecke von rechts dann die Braunschweiger Defensive nicht auf dem Posten. Kijewski hatte Mockenhaupt frei stehen lassen. Der Innenverteidiger der Wiesbadener köpfte zum 0:1 ein und ließ dabei Keeper Fejzic keinerlei Abwehrchance.

Braunschweig schüttelte sich nur kurz und startete wütende Angriffe, die sich bereits 5 Minuten später auszahlten. In der 23. Minute wurde Bär vor dem linken Wehener Strafraumeck gefoult. Braunschweigs Putaro zirkelte den Freistoß auf den Kopf von Kessel, der rechts am Fünfmeterraum auf das Tor köpfte. Kyereh fälschte das Leder noch so ab, das Torwart Kolke machtlos zusehen musste, wie der Ball zum 1:1-Ausgleich ins Tor sprang.

Nun war das Spiel sehr umkämpft, wobei Wehen spielerisch immer wieder brenzlige Situationen im Löwen-Strafraum heraufbeschwor. In der 25. Minute stockte den Zuschauern der Atem, als eine Wehener Linksflanke quer durch den Eintracht-Strafraum strich – knapp vorbei an mehreren frei stehenden und einschußbereiten Hessen. Doch niemand der Rothemden kam mit der Stiefelspitze ans Leder. Eine Minute später wurde auf der Gegenseite ein gefährlicher Schuss von Linksaußen Bär gerade so von Mockenhaupt im Strafraum abgeblockt. Wehen war dann in der 27. Minute wieder mit einer Chance dran, als Hansch einen Freistoß nicht ungefährlich auf das Tor von Fejzic zirkelte.

In der 31. Minute gelang Wehen dann das erneute Führungstor. Pfitzner verlor etwas unglücklich vor dem Strafraum den Ball. Dittgen spielte von links den Ball auf Diawusie vor dem Braunschweiger Fünfer durch, der ungehindert im Fallen das Leder über die Linie bringen konnte. Wieder gab es wütende Braunschweiger Gegenattacken. In der 33. Minute vereitelte Torwart Kolke dabei den fast sicheren Ausgleich, als er einen gewaltigen Schuss von Fürstner von der Strafraumgrenze noch aus der Ecke holte. Vor der Pause tat sich dann nichts mehr. Ein Schuss von Schmidt war in der 38. Minute kein Problem für Fejzic im Eintracht-Kasten.Dann ging es in die Pause, in der besonders Eintracht-Trainer Schubert sein Team aufrichten und neu einstellen musste.

Braunschweig ging mit dem unbedingten Willen in die zweite Hälfte, den Ausgleich zu machen. Allerdings wurden viele gut gestartete Spielzüge durch Fahrigkeit nicht optimal zu Ende gespielt. Wehen verlegte sich erst einmal auf Umschaltspiel. Nachdem die Eintracht einen gefährlichen Konter der Gäste in der 53. Minute nach einem Fehlpass noch zur Ecke klären konnte, verwertete Kyereh diese im Strafraum fast zum nächsten Treffer für die Hessen. Allerdings traf sein Geschoss die Latte vom Eintracht-Tor. Vier Minuten später machte der BTSV fast den Ausgleich, als sich Bär nach feiner Fürstner-Vorlage in bester Schussposition im Wehener Strafraum wiederfand. Doch sein nicht sehr präziser Schuss strich am Tor der Gäste vorbei.

In der 60. Spielminute kam es ganz bitter für die Löwen. Ein gefährlicher Konter der Wehener schien im eigenen Strafraum eigentlich schon geklärt zu sein, als Diawusie am Elfmeterpunkt bei Fürstner einfädelte und sich fallen liess. Schiedsrichter Müller, der sich nicht noch einmal mit den Linienrichtern absprach, hatte sofort auf den Punkt gezeigt. Der Wehener Standardspezialist Schmidt verwandelte den Strafstoß eiskalt zum 1:3.

Danach berannte Braunschweig das Tor der Hessen. Coach Schubert brachte, um die Offensive anzukurbeln, für den Mittelfeldstrategen Nehrig den Nachwuchsstürmer Otto. Diesem gelang in der 73. Minute dann frei im Wehener Strafraum auch noch der 2:3-Anschlusstreffer – nach einem feinen Doppelpass mit Fürstner. Doch dies war, trotz aller weiteren Bemühungen der Löwen und einer weiteren Großchance von Kijewski 10 Minuten vor Spielschluss, schon der Endstand des Spiels.

Braunschweigs Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt nun wieder 4 Punkte. Das Schubert-Team hätte nun beim ebenfalls abstiegsgefährdeten Team aus Köln in einem 6-Punktespiel nächsten Samstag die Chance, mit einem Auswärtssieg bei der Fortuna wieder Boden gut zu machen. Der SV Wehen Wiesbaden ist weiter dicht dran an der Tabellenspitze, spielt in einem weiteren Auswärtsspiel bereits am Freitag in einem Spitzenspiel gegen Unterhaching. Die Hessen gehen dabei aber mit gestärkter Brust an diese schwere Aufgabe.

Aufstellung Eintracht Braunschweig:

Fejzic – Kessel (82. Menz), Becker, Nkansah (46. Menz), Kijewski – Pfitzner, Fürstner – Putaro (75. Feigenspan), Nehrig (68. Otto), Bär – Düker (46. Hofmann)

Aufstellung SV Wehen Wiesbaden:

Kolke – Kuhn , Mockenhaupt, Dams, Dittgen (66. Reddemann) – Lorch, Titsch Rivero – Schmidt, Diawusi (74. Schwadorf) – Kyereh, Hansch (84. Shipnowski)