Siebtes Champions-League-Finale mit Teams aus nur einem Land

Siebtes Champions-League-Finale mit Teams aus nur einem Land
Bildhinweis: Tottenham Hotspur trifft im Finale der Champions League auf den FC Liverpool. Foto: Marius Becker

Amsterdam (dpa) – FC Liverpool gegen Tottenham Hotspur – zum zweiten Mal nach 2008 erlebt die Fußball-Champions-League am 1. Juni in Madrid ein rein englisches Endspiel.

Insgesamt kommt es in der Historie der Königsklasse damit zum siebten Finale mit Teams aus ein und demselben Land. Gleich dreimal waren die spanischen Mannschaften doppelt im Finale vertreten, je einmal stellten Deutschland und Italien beide Endspiel-Teilnehmer.

Die bisherigen Champions-League-Endspiele mit zwei Mannschaften aus demselben Land:

2000 Real Madrid – FC Valencia (3:0 in St. Denis): Den insgesamt achten Europacup-Sieg für Real macht Raul nach 75 Minuten mit dem Treffer zum 3:0 perfekt. Zuvor hatten Fernando Morientes (39.) und Steve McManaman (67.) mit ihren Toren die Basis für den Real-Sieg über das Team aus der südspanischen Hafenstadt gelegt.

2003 AC Mailand – Juventus Turin (0:0 n.V./3:2 i.E. in Manchester): Superstar Andrej Schewtschenko verwandelt vor 68 000 Zuschauern im Old Trafford den entscheidenden Strafstoß für Milan, nachdem zuvor Juve dreimal vom Elfmeterpunkt versagt hatte.

2008 Manchester United – FC Chelsea (1:1 n.V./6:5 i.E. in Moskau): Michael Ballack, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, übernimmt beim Elfmeterschießen als erster Spieler des FC Chelsea Verantwortung und verwandelt. Doch am Ende reicht es nicht. Holland-Keeper Edwin van der Sar im Tor hält den Elfmeter von Nicolas Anelka und entscheidet somit die Partie vor 61 000 Fans im Luschniki-Stadion zugunsten von Man United. Es ist der dritte Erfolg von United in der Königsklasse nach 1968 und 1999.

2013 Bayern München – Borussia Dortmund (2:1 in London): Im Wembley Stadion erleben 86 298 Zuschauer das erste deutsche Finale der Königsklasse. Die vorzeitig als deutscher Meister feststehenden Bayern gehen durch Mario Mandzukic nach einer Stunde in Führung, Dortmund gelingt durch Ilkay Gündogan acht Minuten später der Ausgleich per verwandeltem Foulelfmeter. Für die Entscheidung sorgt Arjen Robben eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit. 21,61 Millionen Zuschauer sehen die TV-Übertragung im ZDF, das damit den Rekord für Champions-League-Übertragungen in Deutschland aufstellt.

2014 Real Madrid – Atletico Madrid (4:1 n.V. in Lissabon): Der große Favorit musste lange zittern. Nach Atletico-Führung durch Diego Godin (36.) dauert es bis zur dritten Minuten der Nachspielzeit, ehe Sergio Ramos nach Eckball zum 1:1 einköpft und Real in die Verlängerung rettet. Dort dominieren im Estadio la Luz nur noch die Königlichen, die durch Gareth Bale, Marcelo und Cristiano Ronaldos verwandelten Elfmeter ihrer Überlegenheit Ausdruck verleihen. Mit seinem insgesamt 17. Treffer in einer Champions-League-Saison sorgt der Weltfußballer aus Portugal für einen Rekord.

2016 Real Madrid – Atletico Madrid (1:1 n.V./5:3 i.E. in Mailand): Zum dritten Mal zieht Real in ein rein spanisches Finale, und wieder hat der Rekordsieger arge Probleme mit dem unbequemen Stadtrivalen. Zwar ist erneut Sergio Ramos erfolgreich, doch vor 71 942 Zuschauern im Meazza-Stadion sorgt Yannick Carrasco (79.) für den 1:1-Ausgleich. Im Elfmeterschießen ist es erneut Cristiano Ronaldo vorbehalten, den Schlusspunkt zum 5:3 zu setzen.

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