Schlappe für ManU – Wenger hält zu Lehmann

Schlappe für ManU – Wenger hält zu Lehmann
Schlappe für ManU - Wenger hält zu Lehmann
Ryan Giggs (l) von ManU und Lucas Neill von den Rovers springen nach dem Ball.

London (dpa) – Nach der verpassten Titelverteidigung ist Manchester United die Lust am Fußball offenbar vergangen.

Der vom FC Arsenal London in der Premier League vorzeitig entthronte Meister kassierte mit dem 0:1 bei den Blackburn Rovers die zweite Niederlage hintereinander, was Coach Alex Ferguson im Duell um die direkte Champions-League-Qualifikation schon fast resignieren lässt. Chelsea setzte sich 4:0 gegen den FC Southampton durch und liegt mit 75 Zählern nun bereits vier Punkte vor Manchester United (71) auf dem wichtigen zweiten Platz.

Beim neuen Champion FC Arsenal (83) trug Torhüter Jens Lehmann, dem Trainer Arsene Wenger zuvor den Rücken gestärkt hatte, beim 0:0 gegen Birmingham City dazu bei, dass die «Kanoniere» auch im 35. Punktspiel unbesiegt blieben. Leeds United unterlag mit 1:4 den Bolton Wanderers. Damit steht für den Champions-League-Halbfinalisten von 2001 der Abstieg aus der Premier League schon fest, denn an den verbleibenden zwei Spieltagen kann Leeds sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bei einem miserablen Torverhältnis von minus 38 nicht mehr aufholen.

«Da Chelsea heute gewonnen hat, ist es für uns fast unmöglich, noch Zweiter zu werden», gestand Ferguson nach dem neuerlichen Rückschlag für ManU ein. «Chelsea ist in einer guten Lage, braucht nur noch einen Punkt bei uns», sagte der United-Trainer und stellt sich schon auf die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation ein. Er sieht nur noch eine Chance: «Wenn wir nächste Woche gewinnen, ändert sich alles», meinte der Schotte vor Chelseas Besuch im Old Trafford.

Die neunte Saison-Niederlage führte Ferguson nicht auf die lange Verletztenliste, sondern auf die frühe Meisterschafts-Entscheidung zurück. «Es ist wohl das erste Mal, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht mehr um die Meisterschaft kämpfen. Das hatte wohl Auswirkungen auf uns. Um ehrlich zu sein, ich muss vor dem Pokalfinale wohl einige wichtige Entscheidungen treffen», sagte der Schotte im Hinblick auf das Endspiel am 22. Mai gegen Zweitligist Millwall.

Dass Arsenal unbesiegt blieb, war auch Lehmann zu verdanken. Mit einer guten Parade rettete der deutsche Nationalkeeper den Teilerfolg und dankte Trainer Arsène Wenger dafür, dass dieser ihm öffentlich das Vertrauen ausgesprochen hatte. «Er ist meine Nummer 1. Ich suche keinen neuen Torwart», stellte der Elsässer, dem der Arsenal-Vorstand einen Vertrag auf Lebenszeit angeboten hatte, klar. Und: «Ich glaube, wir haben die beste Verteidigung in der Liga – kann man dies mit einem schlechten Torwart haben? Die Kritik an ihm ist nicht gerechtfertigt. In der Meisterschaft war er absolut herausragend.»