Reals Horrorshow: 0:2 gegen B-Elf

Reals Horrorshow: 0:2 gegen B-Elf
Reals Horrorshow: 0:2 gegen B-Elf
Deportivos Djalminha stößt mit David Beckham (r) zusammen.

Madrid (dpa) – Für Real Madrid kommt es knüppeldick: In La Coruña musste der spanische Fußballrekordmeister sich einer B-Elf mit 0:2 geschlagen geben. Die Hoffnungen des Starensembles auf den Titel schrumpften auf ein Minimum.

Aber damit nicht genug. Spielmacher Zinedine Zidane provozierte einen Platzverweis. Und um Real-Star David Beckham halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach der «Spice Boy» lieber heute als morgen nach England zurückkehren will.

Das Punktspiel der «Königlichen» bei Deportivo La Coruña war noch längst nicht entschieden, da kam dem Regisseur «Zizou» der Gedanke, dass letzten Endes alles zwecklos sei. Der frustrierte Franzose trat, obwohl er verwarnt war, einem Gegenspieler von hinten in die Beine und ließ dem Schiedsrichter keine andere Wahl als den Feldverweis. «Zidane ist seit Wochen eine Karikatur seiner selbst», meinte das Sportblatt «As». «Er verlor die Nerven, weil er es nicht ertragen kann, schlechter zu spielen als die anderen.»

Dabei hatte vor der Partie alles für Real gesprochen. Der Verband hob am «grünen Tisch» eine Sperre für Luis Figo auf. Der Gegner La Coruña war in Gedanken bereits beim Halbfinalrückspiel der Champions League gegen den FC Porto. Für diese Partie am Dienstag, das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte, schonten die Galicier ihre besten Kräfte.

Real begann gegen La Coruñas B-Mannschaft auch sehr stark, hatte jedoch bei drei Pfosten- und Lattentreffern Pech. Aber plötzlich brachte Diego Tristán (28. Minute) die Galicier mit einem Konter in Führung. Die Gelbrote Karte für Zidane (41.) warf die «Königlichen» noch weiter zurück. «Wir können nicht Meister werden, wenn wir immer nur mit zehn Mann spielen», meinte Trainer Carlos Queiroz unter Anspielung auf die drei Platzverweise für Real-Spieler in den letzten drei Spielen. Mit dem fulminanten Freistoßtor von Joan Capdevila (68.) zum 2:0 war die Partie entschieden.

«Die Madrilenen können sich von der Meisterschaft verabschieden», zog das Sportblatt «Marca» ein bitteres Fazit. «Für Real scheint 2004 zu einem ‚annus horribilis‘ (Horrorjahr) zu werden.» Queiroz sieht dagegen noch einen Hoffnungsschimmer: «Es wird schwer, aber die Liga ist noch nicht entschieden.» Allerdings ist sein Team auf ein Stolpern des Tabellenführers FC Valencia angewiesen.

Derweil wird in England eifrig darüber spekuliert, ob Beckham demnächst in die Heimat zurückkehrt. Trotz aller Real-Dementis geht die britische Presse davon aus, dass es «Becks» nach einem Jahr in Madrid zu seiner Frau Victoria und den beiden Söhnen zieht. Die meisten Blätter erwarten, dass der russische Ölmilliardär Roman Abramowitsch die notwendigen Millionen für einen Wechsel zum FC Chelsea locker macht. Der «Daily Express» hält dagegen einen Wechsel zum neuen Meister FC Arsenal für wahrscheinlicher.