Ottmar Hitzfeld nicht Fußball-Bundestrainer

Ottmar Hitzfeld nicht Fußball-Bundestrainer
Ottmar Hitzfeld nicht Fußball-Bundestrainer
Ottmar Hitzfeld am 20. März in Berlin.

Frankfurt/Main (dpa) – Eine Woche nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft hat Ottmar Hitzfeld das Bundestrainer-Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) abgelehnt.

«Diese Entscheidung ist mir sehr, sehr schwer gefallen», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des 55-jährigen Fußball-Lehrers mit dem DFB. «Aber ich bin derzeit nicht in der Verfassung, die nötig ist, der deutschen Nationalmannschaft bis zur WM 2006 weiter zu helfen – so, wie ich das unbedingt für nötig halte», sagte Hitzfeld.

Er bedankte sich für das «mir entgegen gebrachte Vertrauen». Mit DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder «habe ich ein gutes Gespräch geführt, und wir hatten Einigkeit in allen wesentlichen Punkten erzielt». Mayer-Vorfelder erklärte: «Ich bedauere die Entscheidung von Ottmar Hitzfeld, aber ich habe sie zu respektieren. Über die neue Situation und die Namen möglicher Kandidaten für das Bundestrainer-Amt wird im am 5. Juli DFB-Präsidium zu beraten sein.»

Völler hatte einen Tag nach dem Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der Fußball-EM in Portugal erklärt: «Ich hatte das Gefühl, dass die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land nur jemand machen kann, der unbefleckt ist und der einen gewissen Kredit hat.»

Die Absage stürzt den DFB in ein Dilemma. Bereits am 18. August bestreitet die DFB-Auswahl ihr nächstes Länderspiel in Wien gegen Österreich. Vor einem großen Problem steht auch Mayer-Vorfelder, der die Suche nach dem Völler-Nachfolger zunächst zur «Chefsache» erklärt hatte und mit seinem Vorgehen heftige Kritik im DFB auf sich gezogen hatte.