Metzelder feiert Bundesliga-Comeback: «Das ist das größte Geschenk»

Metzelder feiert Bundesliga-Comeback: «Das ist das größte Geschenk»
Metzelder feiert Bundesliga-Comeback: «Das ist das größte Geschenk»
Dortmunds Christoph Metzelder (m) wird von Marcus Allbäck geschoben.

Rostock (dpa) – Christoph Metzelder hätte am liebsten die ganze Welt umarmt. 630 Tage nach seinem letzten Auftritt in der Bundesliga feierte der 24 Jahre alte Fußball-Profi in Diensten von Borussia Dortmund sein Comeback im Oberhaus.

«Diese Woche war das größte Weihnachtsgeschenk für mich. Natürlich bin ich überglücklich, wieder dabei zu sein», gestand Metzelder, dem man die Freude über die Rückkehr auf den «Heiligen Rasen» förmlich ansah. Doch trotz der Euphorie, nach mehr als 20-monatiger Verletzungspause endlich wieder im Konzert der Großen mitzumischen, weiß der Nationalspieler, dass noch ein langer und beschwerlicher Weg vor ihm liegt: «Ich habe noch viel nachzuholen, aber es geht in die richtige Richtung.»

Dabei war gar nicht vorgesehen, dass Metzelder bereits am letzten Spieltag vor der Winterpause zu seinem ersten Einsatz bei den Profis seit langem kommt. «Ich wollte ihn nur im absoluten Notfall bringen», erklärte BVB-Coach Bert van Marwijk. «Aber unsere Viererkette war unsicher und Christoph sollte für Ruhe sorgen und ein Signal für die Mannschaft setzen.» In der 61. Minute eingewechselt, musste Metzelder, der schon bei den Amateuren («Das wichtigste Spiel meines Lebens.») für den BVB auflief, zwar nach eigenem Bekunden kritische Situationen überstehen.

Aber in Ansätzen konnte man erahnen, was von dem 24-Jährigen, der sein bis dato letztes Bundesliga-Spiel am 22. März 2003 in Bielefeld bestritten hatte, wieder zu erwarten ist. «Ich kann jeden Zweikampf und jedes Laufduell voll mitgehen. Das macht mich optimistisch», sagte der Abwehrspieler, dem nach zwei Achillessehnen-Operationen fast schon die Sportinvalidität gedroht hatte.

Führungsansprüche stellt der ehemalige Kapitän der Borussen aber nicht. «Ich werde in den nächsten Wochen noch viel zu viel mit mir selbst beschäftigt sein. Erst muss ich wieder mein eigenes Leistungs- Niveau finden. Erst dann kann ich wieder für die Mannschaft Verantwortung übernehmen.»

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