Mainzer trotz erster Heimniederlage zufrieden

Mainzer trotz erster Heimniederlage zufrieden
Mainzer trotz erster Heimniederlage zufrieden
Der Mainzer Nikolce Noveski (m) gegen die Club-Spieler Robert Vittek und Marek Nikl.

Mainz (dpa) – Nach der ersten Bundesliga-Heimniederlage war den Spaßfußballern vom FSV Mainz 05 für kurze Zeit die gute Laune vergangen, doch zum Abschluss des erfolgreichsten Jahres in der Vereinsgeschichte überwog trotz des 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg die Zufriedenheit.

«Die Niederlage ist sehr unangenehm für den Moment, aber wir stehen mit 22 Punkten gut da. Die Mannschaft hat Großartiges geleistet. Wir können zufrieden in die Winterpause gehen», bilanzierte FSV-Trainer Jürgen Klopp.

Mit acht Punkten haben sich die Rheinhessen ein beachtliches Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet. «Es gibt zwar schönere Dinge, als mit drei Niederlagen in Serie in die Pause zu gehen. Aber wir haben eine gesunde Basis, auf der man aufbauen kann», sagte Manager Christian Heidel, der die Mannschaft für die Rückrunde verstärken möchte. «Priorität hat das Mittelfeld. Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Spieler bekommen, die wir wollen. Zumeist geht es ums Geld, und davon haben wir nicht zu viel», sagte Heidel.

Obwohl die Mannschaft zum Ende der Hinrunde nicht mehr überzeugen konnte, sieht Klopp dem weiteren Saisonverlauf gelassen entgegen. «Wenn es nicht möglich ist, neue Spieler zu holen, haben wir damit kein Problem. Wir spielen das Ding in der Rückrunde einfach runter», meinte der FSV-Trainer.

Bestärkt wurde er in seiner Zuversicht von Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der erstmals die tolle Atmosphäre im mit 20 300 Zuschauern ausverkauften Bruchwegstadion genoss. «Mainz hat die Bundesliga belebt und zählt wie Nürnberg zu den Mannschaften, die in die höchste Klasse gehören. Bei der tollen Stimmung macht es Spaß, hier zu sein», lobte Klinsmann, der mit der deutschen Nationalmannschaft von Frankfurt am Main aus zur Asien-Reise aufbricht.

Auch Gäste-Trainer Wolfgang Wolf verteilte ein Kompliment an den Bundesliga-Neuling. «Ich möchte den Mainzern zu ihrer sensationellen Vorrunde gratulieren. Sie waren eine Bereicherung für die Bundesliga», sagte Wolf, dessen vorweihnachtliche Freude nach dem Erfolg durch das fünfte Saisontor von Markus Schroth (10.) groß war. «Wir können beruhigt in die Winterpause gehen», sagte der Coach, der seinen Spielern zur Belohnung einen Tag zusätzlich frei gab.

Die Franken hatten das Duell der Aufsteiger auf Grund der größeren Stand- und Ballsicherheit 45 Minuten lang nach Belieben dominiert, waren im zweiten Durchgang aber gehörig unter Druck geraten. «Wir haben in der ersten Halbzeit die falschen Mittel gewählt», übte Klopp Selbstkritik. Erst als die Mainzer nach der Pause mit langen Bällen das Mittelfeld schnell überbrückten, geriet die Nürnberger Abwehr in Schwierigkeiten. Doch mit Glück und dank einiger guter Paraden von Torwart Raphael Schäfer brachte der «Club» den Sieg über die Zeit.

«Wir haben in der Vorrunde guten Fußball gespielt und unser Ziel von 20 Punkten bis zur Winterpause erreicht», stellte Torschütze Schroth zufrieden fest. Und Präsident Michael A. Roth kündigte nach dem versöhnlichen Jahresausklang eine ausgelassene Weihnachts-Party an: «Nach diesem Sieg lässt es sich leichter feiern.»

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