Hertha vs. Freiburg: Dardai und Streich prägen ihre Vereine

Hertha vs. Freiburg: Dardai und Streich prägen ihre Vereine
Bildhinweis: Schätzen und mögen sich: Pal Dardai (l) und Christian Streich. Foto: Patrick Seeger

Berlin (dpa) – Als Christian Streich während der Saison 2011/12 zum Chefcoach des SC Freiburg befördert wurde, hieß der Trainer des Hamburger SV Thorsten Fink. Als Pal Dardai im Februar 2015 das Profi-Team von Hertha BSC übernahm, wurde der FC Schalke 04 von Roberto Di Matteo trainiert.

Nicht nur der Blick in die Historie zeigt, welche Ausnahmeerscheinung die beiden Dauerbrenner in der Fußball-Bundesliga darstellen. Am Sonntag (15.30 Uhr) treffen in Berlin die zwei dienstältesten Trainer des deutschen Oberhauses aufeinander.

Vor dem Duell zollten sich beide gegenseitig Respekt. «Ich schätze ihn als Typ, als Mensch, als Trainer», sagte Dardai über Streich. «Er bringt unwahrscheinlich viel Erfahrung mit. Er strahlt eine gewisse Gelassenheit aus», sagte Streich über Dardai.

Was beide vereint, ist die langjährige Verbindung mit ihrem aktuellen Club. Schon als Spieler lief Streich ein Jahr für den SC auf, verbrachte deutlich mehr Zeit beim Stadtrivalen FC. 1995 stieg er nach seiner aktiven Laufbahn als SC-Jugendtrainer ein, wurde mehr als ein Jahrzehnt später auch Assistent der Profis, die er nun seit fast sieben Jahren trainiert. Dabei überstand Streich selbst den Abstieg 2015. Nachdem er zu Saisonbeginn wegen der Folgen eines Bandscheibenvorfalls pausieren musste, führte er sein Team vorerst zurück ins Tabellen-Mittelfeld.

Dardai lief insgesamt 15 Jahre als Spieler für Hertha auf, hat immer noch die meisten Bundesligapartien in der Vereinsgeschichte der Berliner absolviert und arbeitete ebenfalls im Nachwuchsbereich des Clubs. Den manchmal etwas sehr biederen Hertha-Ergebnisfußball reformierte er erfolgreich, so dass die Berliner nach einem gewohnt guten Saisonstart wieder vom Europapokal träumen.

«Wir sind in dieser Konstellation seit dreieinhalb Jahren zusammen und erfolgreich. Es scheint doch etwas auszumachen, wenn man die Hertha-DNA hat – die haben wir beide. Es ist zumindest kein Nachteil», sagte am Freitag Michael Preetz, der selbst seit 22 Jahren bei Hertha ist und seit Juni 2009 den Posten als Geschäftsführer Sport hat. «Er saß hier als blutjunger Trainer mit überhaupt keiner Erfahrung in der Bundesliga als Trainer. Jetzt hat er eine Menge Erfahrung gesammelt, von der er täglich profitiert.»

In ihrer Außenwirkung unterscheiden sich die beiden Trainer allerdings. Während Dardai einen klassischen Coach verkörpert, der seinen Gesprächspartner vor allem auf Fußball-Sachverstand abklopft, ist Streich so etwas wie das soziale und gesellschaftliche Gewissen der Branche. «Christian Streich hat etwas beizutragen, wenn Dinge in unserem Land geschehen, die zu diskutieren sind. Das finde ich äußerst kompetent und angenehm», charakterisierte Preetz den Gegner vor dem Aufeinandertreffen. «Der ganze Verein genießt große Wertschätzung durch Hertha BSC.»

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