Frankfurts Europa-Spezialisten wollen wieder glänzen

Frankfurts Europa-Spezialisten wollen wieder glänzen
Bildhinweis: Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter (l) bedankt sich bei Luka Jovic. Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) – Der historische Fünferpack von Luka Jovic ist kaum verarbeitet, da darf Pokalsieger Eintracht Frankfurt schon wieder seine Lieblingsbühne Europa betreten.

Mit ihren Siegen über die Spitzenclubs Olympique Marseille (2:1) und Lazio Rom (4:1) haben sich die Frankfurter in der Europa League eine ausgezeichnete Basis und ordentlich Respekt verschafft. Ein dritter Erfolg über Apollon Limassol am Donnerstag würde die makellose Bilanz wahren – und das Weiterkommen schon fast besiegeln.

«Das Selbstvertrauen ist da, die Freude ist da. An der Einstellung wird es nicht hapern. Wir wollen den Elan und die Euphorie mit in das morgige Spiel nehmen», sagte Trainer Adi Hütter in Frankfurt. Der Österreicher leitet derzeit eine der fulminantesten Mannschaften im deutschen Fußball an. 15 Tore bei drei Heimsiegen, vier Erfolge in Serie: eine beeindruckende Trendwende bei der Eintracht, die ganz schwer in die Saison fand.

Gegen die Zyprer ist die SGE mit seiner gewaltigen Offensivpower um Jovic, Sebastien Haller und Vize-Weltmeister Ante Rebic deutlicher Favorit. «Wir gehen es mit Ernsthaftigkeit an. Wir nehmen die Europa League ernst und wollen uns dort präsentieren. So sind wir bisher aufgetreten und so werden wir auch am Donnerstag auftreten», erklärte Sportdirektor Bruno Hübner. Anders als bei anderen Vereinen wurde bei den Hessen nie die Dreifachbelastung beklagt, sondern die Europa League immer wieder als großartige Chance und Bühne betont.

Ein Stück weit haben die internationalen Auftritte auch Kraft und Mut gegeben. Musste Hütter vor zwei Monaten noch erklären, wie er die schwerwiegenden Abgänge ersetzen will, wird er heute gefragt, wie er sein Luxusproblem mit drei Stürmern für eigentlich nur zwei Positionen lösen möchte.

«Zunächst einmal bin ich froh, dass ich ein Luxusproblem habe. Die Möglichkeit gibt es immer, auch mal mit allen drei zu spielen», sagte Hütter über das Trio Jovic, Rebic und Haller. «Ich bin glücklich, in der Lage zu sein, eine tolle Offensive zu haben.» Vor allem Jovic mit seinem Fünferpack am vergangenen Freitag gegen Fortuna Düsseldorf (7:1) und der spielstarke Haller, der zuletzt mit Toren und Assists glänzte, zeigten ihre enormen Qualitäten.

Haller kennt die Möglichkeiten seines Teams: «Wir haben vorne enormes Potenzial, enorme Trümpfe. Wir haben auf jeden Fall das Zeug dazu, auch weiterhin in Sachen Tormaschine oben zu sein.» Hütter erklärte, er könne sich eine Angriffsreihe mit allen drei Profis vorstellen. Ob die zuletzt angeschlagenen Kevin Trapp und Lucas Torro auflaufen, ließ der 48-Jährige indes offen.

Starke Offensive, 47.000 Fans in der ausverkauften Arena, gute Form – eigentlich spricht vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten der zyprischen Liga fast alles für die Eintracht. Doch genau das kann gefährlich werden. «Das Marseille-Spiel ist ein Warnschuss für uns», sagte Außenverteidiger Danny da Costa über Limassol, das zuletzt ein 2:2 nach einem 0:2-Rückstand gegen den Vorjahresfinalisten aus Frankreich erkämpft hatte.

Hütter fügte an: «Limassol muss hier gewinnen, um noch realistische Chancen zu haben.» In der Liga gelingt ihnen das ständig: Apollon hat mit fünf Siegen aus fünf Spielen bereits 18:1-Tore erzielt.

Übermütig wollten sie bei der Eintracht auch in der Stunde des Erfolgs ohnehin nicht werden. «Wir werden unsere Ziele nicht verändern», stellte Sportdirektor Hübner klar und meinte damit die Bundesliga. In Europa ist das eh nicht nötig, das Überwintern wurde von Anfang an als Maxime ausgegeben.

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