Fortuna-Absturz: Trainer Funkel fordert Gegenwehr

Fortuna-Absturz: Trainer Funkel fordert Gegenwehr
Bildhinweis: Mit Düsseldorf am Tabellenende: Fortuna-Coach Friedhelm Funkel. Foto: Arne Dedert

Düsseldorf (dpa) – So schnell lässt sich Trainer-Dino Friedhelm Funkel nicht aus der Ruhe bringen. Doch nach der 1:7-Pleite in Frankfurt und dem Sturz an das Tabellenende hat der 64 Jahre alte Coach von Fortuna Düsseldorf diese Woche den Druck erhöht.

Knallharte Videoanalyse, intensive Trainingsarbeit und Einzelgespräche standen auf dem Plan. Funkel strich seinen Profis den freien Tag und kündigte personelle Konsequenzen an – doch eine komplett neue Mannschaft kann sich der Coach des Aufsteigers vor der wichtigen Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr) auch nicht basteln.

«Natürlich werde ich nicht elf neue Leute bringen. Aber es wird Veränderungen geben», sagte Fußball-Lehrer Funkel. Die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Linksverteidigers Niko Gießelmann ist wohl sicher, auch Torjäger Rouwen Hennings dürfte in die Startformation zurückkehren. Zumal sein Vertreter Marvin Ducksch, der vor der Saison als Zweitliga-Torschützenkönig für 2,1 Millionen Euro verpflichtet wurde, bislang hinter den Erwartungen blieb und noch auf seinen ersten Saisontreffer wartet. «Ich erwarte die nötige Konsequenz», erklärte Funkel vor dem Duell mit den seit sechs Spielen sieglosen Wolfsburgern.

Nach acht gespielten Runden mit einem Sieg und fünf Punkten haben die Düsseldorfer nicht komplett enttäuscht und Achtungserfolge wie das 1:1 in Leipzig oder den 2:1-Heimsieg gegen Hoffenheim erzielt. Doch vor allem in der Offensive fehlt es dem Team an Durchschlagskraft. Sportvorstand Erich Rutemöller sprach schon nach der 0:2-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 von fehlender Qualität.

Funkel hat zwar immer darauf hingewiesen, dass man nur über Einsatz und Mannschaftsgeist eine Chance habe, doch seine Angriffsspieler Ducksch und Hennings verteidigt der Coach schon. Er bewerte seine Stürmer nicht nur nach Toren, meinte der Trainer und verwies auf die Unterschiede zur 2. Liga. Der Druck sei größer. «Und die Torhüter haben noch mal eine ganz andere Qualität», befand Funkel. Dass seine Offensivspieler wie Dodi Lukebakio in Nürnberg und Benito Raman gegen Schalke völlig frei vor dem gegnerischen Tor die Möglichkeiten nicht nutzten, ist dann aber doch schon eher eine Frage der Qualität.

Hinzu kommt, dass die Düsseldorfer gegen die individuell ohnehin wesentlich besser besetzten Wolfsburger noch kein Pflichtspiel in der Bundesliga und der 2. Liga gewinnen konnte. «Für uns ist es zuhause Pflicht, etwas Zählbares mitzunehmen», forderte Gießelmann. Das wird auch dringend nötig sein, um die von Clubchef Robert Schäfer erwünschten 15 bis 17 Punkte bis zur Winterpause zu holen. Allerdings beschert der Spielplan Fortuna bis dahin noch Duelle mit fünf der aktuell sechs besten Bundesligateams. Funkel fordert: «Der Gegner muss unseren Atem spüren und auch mal in die Schranken gewiesen werden. Das verlange ich von meiner Mannschaft.»

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