Dieter Hecking: «Herz hatten wir, Glück leider nicht»

Dieter Hecking: «Herz hatten wir, Glück leider nicht»
Dieter Hecking: «Herz hatten wir, Glück leider nicht»
Der Lübecker Florian Thorwart (am Boden) grätscht herzhaft gegen Frank Baumann.

dpa: Sie kamen als krasser Außenseiter mit Ihrer Mannschaft nach Bremen. Es stand nur noch die Höhe des Sieges von Werder zur Diskussion. Wie haben Sie es geschafft, dass der VfB Lübeck eine so großartige Leistung in diesem Halbfinale gezeigt hat?

Dieter Hecking: «Wir haben im Vorfeld uns nie als Verlierer gesehen. Ich glaube, die Mannschaft hat Wort gehalten und ein Riesenspiel abgeliefert. Schließlich haben wir gegen die derzeit beste deutsche Mannschaft verloren, dies macht uns sehr stolz. Herz hatten wir, Glück leider nicht.»

War das Siegtor der Bremer aus Ihrer Sicht irregulär?

Hecking: «Vor dem 3:2 war bei einem Werder-Spieler die Hand im Spiel. Ich habe mich darüber aufgeregt und es dem Schiedsrichter auch gesagt. Bei uns wurde ein unabsichtliches Handspiel sofort gepfiffen, bei Werder nicht. Das fand ich ärgerlich. Wenn meine Mannschaft benachteiligt wird, dann bricht bei mir der Vulkan aus.»

Was bringt Ihnen und dem Team die großartige Vorstellung im Weserstadion?

Hecking: «Ich hoffe einiges. Ich bin überzeugt, wenn wir diese Leistung in den kommenden Spielen der zweiten Liga zeigen, dann steigen wir auch nicht ab. Ich wünsche mir, dass uns die Fans auch in Zukunft so unterstützen, wie das hier im Weserstadion der Fall war. Rund 10 000 VfB-Anhänger haben uns nach Bremen begleitet und hervorragend unterstützt. Darauf wollen wir aufbauen. Die Spieler, die bitterlich nach dem Pokal-Ausscheiden geweint haben, werde ich aufrichten und dann wieder auf den Alltag vorbereiten.»