Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik
Bildhinweis: Leroy Sane (l) setzt sich gegen Kirill Nababkin aus Russland durch und erzielt das 1:0. Foto: Christian Charisius

Neuer: Im 83. Spiel hatte er kaum was zu tun. Aber nicht ganz souverän: Kleiner Wackler (63.) und ungestümes Rauslaufen (83.).

Ginter: Machte hinten rechts dicht, stark im Kopfball. Vermied risikovolle Vorstöße, um Stabilität zu sichern. Nicht groß gefordert.

Süle: Wie schon in Paris Abwehrchef, der sich diesmal auch offensiv belohnte: Länderspiel-Tor Nummer eins. Hinten ohne Wackler.

Rüdiger: Viel Einsatz, aber noch zu ungestüm. Verteidigte schlecht gegen Iwanow (48.). Mischte vorn mit, verlängerte Ecke vor dem 2:0.

Kimmich: Seine Ecke führte zum 2:0. Als Libero vor der Dreierkette sicherte er die geballte Offensive ab und verteilte die Bälle.

Kehrer: Gute Vertikalpässe, scharfe Flanken: Verkappter Spielmacher über rechts. Der Paris-Profi leitete das 1:0 ein. Gute Perspektiven.

Havertz: Gutes Startelf-Debüt: Der 19-Jährige war als Zehner lange präsent, legte klug zum 3:0 auf. Noch fehlt etwas Robustheit.

Hector: Praktisch Linksaußen, ohne große Aktionen nach vorn. Rettete kurz vor der Linie (55.). Nach bösem Foul verletzt raus (65.).

Gnabry: Der junge Bayer machte das Spiel schnell, ging weite Wege, mit seinen Pässen schuf er immer wieder Gefahr – und traf selbst.

Werner: Spielte in seinem Heim-Länderspiel die Schnelligkeit aus. Aber zu hektisch. Ihm fehlt im DFB-Team derzeit der Torinstinkt.

Sané: Immer Unruheherd, mit seinem Turbo-Antritt kaum zu stellen. Brachte mit seinem Premierentor Deutschland zeitig auf Kurs.

Tah: Kam nach einer Stunde für Rüdiger. Fügte sich ohne Probleme in die Dreierkette ein. Bleibt der Ersatzmann für die Defensive.

Brandt: Der Leverkusener forderte nach seiner Einwechslung gleich den Ball, diesmal mehr zentral. Lief viel, zog das Tempo noch mal an.

Rudy: Löw brachte den Schalker in den letzten 25 Minuten als zusätzliche Absicherung. Das gelang ihm ohne Schwierigkeiten.

Schulz: Der Hoffenheimer ersetzte den am Knöchel verletzten Hector. Am Montag gegen die Niederlande dürfte er erste Wahl sein.

Müller: Auch der Ex-Weltmeister durfte noch ran, blieb aber unglücklich (78.). In Holland könnte er sein 100. Spiel machen.

Goretzka: Noch eine knappe Viertelstunde Einsatzzeit für den Neu-Bayern. Seine Ansprüche sind aber andere: Will mehr spielen.

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