Der 4. Spieltag im Telegramm

Der 4. Spieltag im Telegramm

FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Im ersten Pflichtspiel zwischen Aufsteiger und Tabellenführer gibt es am Mainzer Bruchweg eine Rekordkulisse: Dank einer Zusatz-Tribüne können 19 500 Zuschauer die Partie verfolgen. Im Mainzer Angriff will sich Trainer Klopp erst spät zwischen Casey und Auer entscheiden. Bei Bayer fehlen Keeper Starke (gesperrt) sowie Nowotny und Fritz. Nach dem 4:1 gegen die Bayern warnte Bayer-Coach Augenthaler seine Spieler vor einem «Schiffbruch». Dabei ist Leverkusen 14 Partien unbesiegt.

Bayern München – Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr)

Die heile Welt bei den Bayern ist nach den jüngsten Sticheleien von Trainer Magath gegen seine Profis aus den Fugen. Jetzt ist auch noch Ballacks Einsatz fraglich (Angina). Pizarro fällt vorerst weiter aus. Bielefeld gewann bei den Bayern erst ein Mal (4:0 am 10. März 1979). Doch unter Rapolder ist die Arminia auswärts ungeschlagen. Aus Personalnot – Borges, Vata, Boakye und Raducanu fehlen verletzt – gehört der 20 Jahre alte Verteidiger Langkamp erstmals zum Kader.

VfL Bochum – Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr)

Vor elf Monaten erzielte Oliseh im VfL-Trikot ein Tor beim 3:0 gegen den BVB. Nach der «Kopfstoß-Affäre» hat er die Seiten gewechselt. Die angeheizte Stimmung vor dem 51. Revier-Derby ist abgekühlt: Die Führungsspitzen treffen sich vor dem Spiel zum Mittagessen. Für BVB-Coach van Marwijk ist der VfL Favorit. Im März 1999 gab es den letzten BVB-Sieg beim Nachbarn. Beim VfL fehlt Preuß (gesperrt). Van Marwijk muss Addo und C. Metzelder ersetzen.

Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

Gladbachs Neuzugang Heinz steht vor seinem Heim-, Kluge vor seinem Saison-Debüt. Für Trainer Fach drängt sich auch van Hout auf. Korell und Kirch fehlen verletzt. Obwohl der Meister kommt, war das neue Borussen-Stadion zwei Tage vor der Partie noch nicht ausverkauft. Bremens Coach Schaaf muss mindestens fünf Profis ersetzen. Die Bökelberg-Bilanz gegen Bremen ist für Mönchengladbach bei 20 Siegen, sechs Unentschieden und zehn Niederlagen deutlich positiv.

VfL Wolfsburg – FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

Olympiasieger D’Alessandro steht nach vier Monaten Abstinenz vor seinem Comeback, Coach Gerets hat auch dank der Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Petrow keine Personalprobleme und kann Bestbesetzung aufbieten. Trainer Heynckes fordert von den Schalke-Profis, nach der Heimniederlage gegen Rostock Punkte zu sammeln. Sand, Kobiaschwili und Lincoln kehren in den Kader zurück, Ailton ist gesperrt. Asamoah und Hanke bilden den Schalker Angriff.

VfB Stuttgart – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Vier HSV-Profis fallen verletzt aus, Rahn und Moreira sind fraglich. Boularouhz soll ohne Trainingseinheit debütieren. Toppmöller will bei den Schwaben, die 2004 noch kein Heimspiel verloren haben, «dagegen halten». Sammer muss nur auf die Dauer- Verletzten Streller, Zivkovic und Meira verzichten. Trotz des 3:2 in Kaiserslautern war der VfB-Coach unzufrieden. Gegen den HSV sollen weniger Großchancen zugelassen werden.

1. FC Nürnberg – Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

Seit dem 1. Juni 1991 (4:2 in Berlin) ist der «Club» gegen die Hertha ohne Bundesliga-Erfolg. Der letzte Heimsieg ist noch länger her (4:2 am 19. Februar 1983). Zuletzt gab es vier Niederlagen hintereinander. Die Personalnot der Berliner mit mindestens sieben Fehlenden spricht für Nürnberg. Dort steht der Schweizer Mittelfeldspieler Cantaluppi vor seinem ersten Einsatz für seinen neuen Verein.

Hannover 96 – SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Die erste Partie im umgebauten Stadion wird wohl nicht ausverkauft sein. Das bislang einzige Bundesliga-Heimspiel gegen Freiburg endete im Vorjahr 3:0. Torjäger Christiansen wird wegen seines Streits mit Trainer Lienen wohl nur ein Bank-Platz bleiben. Idrissou und But fehlen. Freiburg hat in der neuen Saison erst einen Gegentreffer zugelassen. Chefcoach Finke muss ein Quartett (Olajengbesi, Bajramovic, Ramdane, Hermel) ersetzen.

Hansa Rostock – 1. FC Kaiserslautern (Sonntag, 17.30 Uhr)

Die Pfälzer stehen nach drei Niederlagen schon jetzt mit dem Rücken zur Wand. Die Bilanz in Rostock spricht gegen den 1. FCK, der an der Ostsee erst ein Mal (1:0 am 5. Mai 1992) gewonnen hat. Seitdem gab es sechs Hansa-Siege und zwei Unentschieden. Rostocks Trainer Schlünz hat keinerlei Aufstellungssorgen, Jara umso mehr: Jetzt fällt auch noch der bislang zweifache Saison-Torschütze Seitz (Gesäßmuskelzerrung) aus.