Britische Presse feiert historische Fußball-Nacht

Britische Presse feiert historische Fußball-Nacht
Britische Presse feiert historische Fußball-Nacht
Steven Gerrard kämpft mit Anastasios Pantos (l) von Olympiakos um den Ball.

London (dpa) – Die britische Presse hat den erstmaligen Einzug von vier englischen Clubs ins Achtelfinale der Champions League überschwänglich gefeiert.

Insbesondere der dramatische Last-Minute-Erfolg des FC Liverpool weckte auf der Insel Träume von vergangenen Europacup-Triumphen. «Liverpool erweckt den Geist der Anfield-Vergangenheit zum Leben», schwärmte der «Independent».

Mit zwei Toren in den Schlussminuten drehte der Club von Dietmar Hamann, der gelbgesperrt zum Zuschauen verdammt war, ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen Olympiakos Piräus zum 3:1-Erfolg. Denn nach dem 0:1-Rückstand zur Pause brauchten die «Roten» unbedingt drei Tore zum Weiterkommen. «Kapitän Fantastisch» («The Sun») Steven Gerrard war der umjubelte Held, als er mit einem fulminanten 20-Meter-Schuss vier Minuten vor dem Abpfiff nicht nur seinen Verein in die nächste Runde beförderte, sondern zugleich dafür sorgte, dass er selbst an der Anfield Road bleiben darf.

Im Falle eines Ausscheidens sollte Gerrard verkauft werden – Liga-Konkurrent FC Chelsea hatte 43 Millionen Euro geboten. «Dies war das beste und das wichtigste Tor, das ich je geschossen habe», jubelte «Stevie Wonder» danach. «Gerrard bewies, wie man ein Team mit Herz, Kraft und Schweiß anführt», lobte der «Independent» den 24-jährigen Stürmer. Und die «Sun» wünschte schon mal «Gerry Christmas!».