Bei Rassismus-Vorfällen in Eindhoven notfalls Abbruch

Eindhoven (dpa) – Schiedsrichter Herbert Fandel aus Kylburg schließt einen Abbruch der Champions-League-Partie zwischen dem PSV Eindhoven und dem FC Arsenal nicht aus, sollte es zu rassistischen Zwischenfällen kommen.

«Rassismus kann im Fußball nicht toleriert werden und möglicherweise ist der letzte Ausweg, ein Spiel zu stoppen», sagte der Referee laut dem britischen Radiosender BBC. Zwischen den beiden Teams war es in vergangenen internationalen Begegnungen bereits zu derartigen Vorfällen gekommen. So hatten vor zwei Jahren Eindhoven-Fans Arsenals französischen Angreifer Thierry Henry geschmäht und sogar mit Gegenständen beworfen. Die Niederländer mussten daraufhin rund 21 000 Euro Strafe zahlen.

Er habe von den Geschehnissen beim Länderspiel Englands gegen Spanien gelesen, erklärte Fandel weiter. In Madrid waren am 17. November schwarze Spieler der Gäste-Mannschaft aufs Übelste beschimpft worden. «In dieser Sache müssen wir alle zusammenhalten, der Weltverband FIFA und die Schiedsrichter-Organisationen», sagte Fandel. So hätte FIFA-Präsident Joseph Blatter Verständnis gehabt, wenn die angefeindeten englischen Spieler vom Platz gegangenen wären.